Über das Projekt

„Wesentlich für die erfolgreiche Karriereentwicklung von Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung ist die Wahl des Ausbildungsberufs oder Studienfachs in zukunftsorientierten Feldern. Zusätzlich beeinflussen weitere Faktoren die Verbleibenswahrscheinlichkeit sowie die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen in ihren Berufsfeldern. Bislang schöpfen Frauen ihre Potentiale trotz hoher formaler Bildungsqualifikationen nicht aus.“1

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen entspricht nicht dem Anteil entsprechend qualifizierter Frauen. Dies gilt insbesondere für den Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), obwohl viele Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels an entsprechend qualifizierten Frauen sehr interessiert sind. In Deutschland besteht eine im europäischen Vergleich besonders große Differenz zwischen dem Anteil der in der Industrie beschäftigten Natur- und Ingenieurwissenschaftlerinnen und dem Anteil von Erfinderinnen von europäischen Patenten.

Das Projekt STAFF untersucht Unterschiede zwischen Forschern und Forscherinnen hinsichtlich ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Patentaktivität und ihrem beruflichen Aufstieg. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob ein kürzerer Verbleib von Frauen in Forschung und Entwicklung (F&E) zu den Ursachen für die geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen in der Industrie gehören könnte.

Da Patente fast ausschließlich in F&E-Abteilungen generiert werden, legt eine im Verhältnis zum Forscherinnenanteil geringe Erfindungsaktivität von Frauen nahe, dass Frauen möglicherweise eine deutlich kürzere Beschäftigungsdauer in F&E-Abteilungen aufweisen als Männer. Damit würde das Innovationspotential der aus den F&E-Abteilungen abgewanderten Frauen nicht ausgeschöpft. Denkbar ist hingegen ebenso, dass Frauen häufiger als Männer nach einem Studium im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ihre Berufslaufbahn nicht in F&E-Abteilungen, sondern in anderen Berufsfeldern beginnen.

 

 

 

1 Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Richtlinien zur Förderung von Forschungsvorhaben zum Themenschwerpunkt „Frauen an die Spitze" im Rahmen des Förderbereichs „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung" vom 26. Juni 2009.

 

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (Förderkennzeichen 01FP1121 und 01FP1122).

STAFF

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